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Diagnostik & Stellungnahmen
Diagnostik & Stellungnahmen
Diagnostik bedeutet: Gemeinsam wird angeschaut, welche Schwierigkeiten gerade bestehen und was dahinterstecken könnte. Dieses Angebot kann unabhängig von einer späteren Therapie genutzt werden.
Wenn eine Therapie beginnen soll, findet die Diagnostik immer zuerst statt.
Am Ende der Diagnostik steht eine klare Einschätzung:
- Es wird eine Diagnose gestellt, oder
- es wird festgestellt, dass keine Diagnose vorliegt.
Die Diagnostik erfolgt mit wissenschaftlich geprüften Methoden wie Fragebögen, psychologischen Testverfahren, Gesprächen und Verhaltensbeobachtungen, sodass am Ende eine fundierte und nachvollziehbare Einschätzung möglich ist.
Auf Wunsch können die Ergebnisse schriftlich festgehalten werden — zum Beispiel als fachärztliche Stellungnahme oder Befundbericht. Diese Dokumente können hilfreich sein, wenn Informationen für Schule, Jugendhilfe oder andere Stellen benötigt werden.
Wichtig: Forensische Stellungnahmen (also Einschätzungen für Gericht oder Strafverfahren) können in dieser Praxis nicht erstellt werden
Einzeltherapie
Einzeltherapie
Viele stellen sich unter Psychotherapie die klassische Einzeltherapie vor – vielleicht sogar mit einer roten Couch. Bei uns gibt es tatsächlich nur in einem Therapiezimmer eine rote Couch, aber Einzeltherapie bedeutet viel mehr als das.
In der Einzeltherapie findet die Stunde im 1‑zu‑1‑Setting mit einer Therapeutin oder einem Therapeuten statt. Meistens treffen wir uns einmal pro Woche für eine feste Therapiestunde. Gearbeitet wird dabei auf Basis eines klaren verhaltenstherapeutischen Grundgerüsts: strukturiert, wissenschaftlich fundiert und alltagsnah.
Gleichzeitig bringt jede Therapeutin und jeder Therapeut im Team eine eigene Persönlichkeit, eigene Stärken und eigene Arbeitsweise mit. Wer neugierig ist, findet unter „Team“ auf der Website einen guten Eindruck davon, wie unterschiedlich und vielfältig wir sind.
Für die Einzeltherapie können zunächst zwei Kurzzeittherapien à 12 Sitzungen beantragt werden. Danach ist eine Langzeittherapie mit bis zu 36 weiteren Sitzungen möglich – insgesamt also bis zu 60 Sitzungen, wenn alles beantragt und bewilligt wird.
Einzeltherapie ist eine genehmigungspflichtige Leistung, das heißt: Die Sitzungen müssen bei der Krankenkasse bzw. dem Kostenträger beantragt und bestätigt werden.
Bei Kindern gehören zusätzlich monatliche Bezugspersonenstunden dazu. In diesen Terminen werden wichtige Bezugspersonen einbezogen, um Entwicklung, Alltag und Therapie gut miteinander zu verbinden.
Gruppentherapie
Gruppentherapie
In der Gruppentherapie treffen sich Kinder, Jugendliche oder junge Erwachsene, die in einer ähnlichen Lebensphase stehen. Die Gruppen sind altersgerecht zusammengestellt – von Grundschulkindern bis hin zu jungen Erwachsenen. Je nach Thema und Gruppengröße leiten wir die Sitzungen allein oder zu zweit.
Gruppen können besonders hilfreich sein, weil dort Erfahrungen entstehen, die im Einzelgespräch so nicht möglich sind. In einer Gruppe:
- entstehen echte Begegnungen mit anderen, die ähnliche Themen beschäftigen
- wird sichtbar, dass Gefühle und Gedanken nicht „komisch“ oder „allein“ sind
- gibt es Rückmeldungen aus einer Perspektive, die nah am eigenen Alltag ist
- können neue Verhaltensweisen ausprobiert werden, ohne bewertet zu werden
- entsteht das Gefühl, Teil einer Gemeinschaft zu sein, die sich gegenseitig stärkt
In unseren Gruppen wird häufig kreativ gearbeitet. Je nach Alter und Thema nutzen wir:
- kunsttherapeutische Methoden wie Malen, Gestalten oder Arbeiten mit Materialien
- bewegungstherapeutische Elemente, um Gefühle über den Körper auszudrücken
- spieltherapeutische Zugänge, z. B. Rollenspiele, kooperative Spiele oder szenisches Arbeiten
Diese kreativen Formen helfen dabei, Gefühle zu zeigen, neue Erfahrungen zu machen und miteinander in Kontakt zu kommen.
Und nicht zuletzt: Gruppentherapie darf auch Spaß machen.
Gemeinsames Erleben, Lernen und Ausprobieren schafft Verbindung – und genau diese Verbindung ist oft ein wichtiger Teil des therapeutischen Prozesses.
Onlinetherapie
Onlinetherapie
Therapiesitzungen können – je nach Alter und Störungsbild – auch online per Video stattfinden. Das kann eine einzelne Stunde sein oder ein kompletter Therapieverlauf. Wir prüfen gemeinsam, ob dieses Format gut funktioniert und behalten uns vor, je nach Entwicklung wieder auf Präsenztermine umzusteigen.
Wenn Onlinetherapie stattfindet, läuft sie ähnlich ab wie die Einzeltherapie – nur eben am Bildschirm. Damit die Stunde gut funktioniert, brauchen junge Menschen:
- einen ruhigen, sicheren Raum, in dem sie ungestört sind
- eine funktionierende Kamera/Webcam, guten Ton und gutes Internet
- das Gefühl, dass niemand mithört oder stört
Auch Bezugspersonen/Eltern nutzen dieses Angebot gern, um Gespräche bequem von Zuhause aus wahrzunehmen. Das kann den Alltag erleichtern – zum Beispiel, weil keine zusätzliche Kinderbetreuung organisiert werden muss. Wichtig ist auch hier, dass ein ungestörter Raum und eine stabile Internetverbindung vorhanden sind.
Online kann vieles sehr gut funktionieren. Trotzdem freuen wir uns in der Regel, wenn wir uns zwischendurch auch in echt sehen können – für manche Themen ist das einfach hilfreicher und persönlicher.
Therapie mit Sprachmittler
Therapie mit Sprachmittler
Dieses Angebot befindet sich aktuell im Aufbau. Unser Ziel ist es, auch junge Menschen mit Fluchterfahrung gut zu erreichen und ihnen einen sicheren Zugang zu psychotherapeutischer Unterstützung zu ermöglichen. Sprache soll dabei kein Hindernis sein.
Deshalb wollen wir zukünftig Therapie mit Sprachmittlern anbieten. Sprachmittler unterstützen dabei, Inhalte verständlich zu machen, Missverständnisse zu vermeiden und eine vertrauensvolle therapeutische Beziehung aufzubauen – unabhängig davon, welche Sprache jemand spricht.
In Kooperation mit dem Refugium Freiburg möchten wir fachärztliche Begleitung und gezielte Therapie für Menschen mit Fluchterfahrung ermöglichen. Dieses Angebot wird Schritt für Schritt weiterentwickelt, und wir freuen uns darauf, es gemeinsam mit unseren Partnern auszubauen.
Beratung (Selbstzahlerleistung)
Beratung (Selbstzahlerleistung)
Es gibt Situationen, in denen Unterstützung wichtig ist, auch wenn keine psychische Erkrankung vorliegt und keine Psychotherapie notwendig ist. Für solche Fälle bieten wir Beratung an. Dieses Angebot richtet sich an Menschen, die Orientierung, Entlastung oder eine fachliche Einschätzung wünschen, ohne Patient:in zu werden.
Beratung ist keine Kassenleistung. Sie wird von unseren ausgebildeten Therapeut:innen durchgeführt und den Hilfesuchenden privat in Rechnung gestellt. Sie ist also weder kostenlos noch niedrigschwellig – dafür aber professionell, strukturiert und individuell auf die jeweilige Fragestellung abgestimmt.
Typische Beratungsthemen
Familie & Beziehungen
- Konflikte in der Familie
- Geschwisterkonflikte
- Trennungen, Scheidungen und neue Partner:innen der Eltern
- Patchwork‑Familien
- Beziehungsfragen bei jungen Erwachsenen
Identität & persönliche Entwicklung
- Identitätsentwicklung
- Queersein und Coming‑of‑Age‑Themen
- Hochsensibilität
- Übergänge und Lebensentscheidungen (z. B. Schulwechsel, Ausbildungswahl, Auszug)
Alltag, Schule & Medien
- Schulstress, Leistungsdruck und Prüfungsangst
- Mediennutzung, Gaming & Social Media
- Erziehungsfragen
Neurodiversität (ohne Diagnostikwunsch)
- Fragen rund um ADHS
- Fragen rund um Autismus
- Umgang im Alltag, Strukturierung, Kommunikation
Beratung kann helfen, Gedanken zu sortieren, Entscheidungen zu klären und neue Perspektiven zu entwickeln – unabhängig davon, ob später eine Therapie notwendig wird oder nicht.